09.06.2021

Von Düsseldorf in die Welt hinaus − wie sich unsere Bildungsinitiative in den letzten zehn Jahren entwickelt hat

Eine Reise durch die Forscherwelt

Zwei Kinder experimentieren in der Forscherwelt in Argentinien.

   

In dieser Story erfährst du:

Vor zehn Jahren, im April 2011, wurde die Bildungsinitiative "Forscherwelt" gegründet. Begonnen hat alles am Henkel-Hauptsitz in Düsseldorf: Dr. Ute Krupp, Leiterin der Forscherwelt, entwickelte die Initiative, um die Neugier von Kindern für Themen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu wecken. Die Forscherwelt in Düsseldorf ist seither das Herzstück der Bildungsinitiative. In den letzten zehn Jahren ist die Initiative enorm gewachsen und konnte weltweit mehr als 62.000 Kinder erreichen. 2014 starteten in Russland die ersten internationalen Forscherwelt-Kurse, kurz darauf folgte Argentinien. Heute finden in 13 Ländern Forscherwelt-Kurse statt − und jedes Jahr kommen weitere Standorte dazu.

Ein Überblick über die Forscherwelt weltweit.

Wie sieht die Initiative rund um die Welt aus?

Seit dem Start im Jahr 2011 haben viele Forscherwelt-Kurse überall auf der Welt stattgefunden. Lass uns einen Blick auf die verschiedenen globalen Initiativen werfen und die Vielfalt der Forscherwelt entdecken:

Argentinien

Kurz nach dem internationalen Start der Initiative in Russland wurde die Forscherwelt 2014 auch in Argentinien eingeführt. Die ersten Kurse wurden für Kinder von Mitarbeiter:innen abgehalten, beginnend mit einem Erlebnis-Event im Henkel-Werk in Chivilcoy. In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Initiative auf lokale Schulen. Bislang haben mehr als 2.000 Kinder an dem Programm der Forscherwelt in Argentinien teilgenommen.

Italien

Die italienische Forscherwelt, auch „Ricercamondo“ genannt, wurde 2016 ins Leben gerufen. Sie startete auf dem Henkel-Gelände in Mailand mit einer Veranstaltung für lokale Schulen, Schüler:innen und Lehrer:innen. Kurz darauf reiste die Initiative durch Italien und bot Forscherwelt-Kurse in Bergamo, Lucca, Padua, Forli und Neapel an. Das Projekt – das von Henkel Mitarbeiter:innen und externen Partnern betreut wird – hat seitdem 390 Klassen aus 150 Grundschulen erreicht und sogar ein temporäres Forscherwelt-Labor in einem Wissenschaftsmuseum eingerichtet. 2020 kamen digitale Formate hinzu, an denen 84 Schulklassen teilnahmen. Insgesamt besuchten schon über 8.000 Kinder die Klassen vor Ort; 1.650 Schüler konnten durch digitale Angebote in Italien erreicht werden. „Ricercamondo ist eine großartige Möglichkeit, das Interesse von Kindern an MINT-Fächern zu steigern und die Schulen vor Ort dabei zu unterstützen“, sagt Elena Fina, Corporate Communications Manager in Italien. „Das Feedback der Kinder und Lehrer:innen war bisher immer durchweg positiv.“

Polen

In Polen wurde die Forscherwelt 2016 eingeführt. Sie startete als eine Reihe von Workshops, die an Grundschulen angeboten wurden. Um die Initiative in Polen zu erweitern, holte sich Henkel den externen Partner "Nauka Jest fajna!" ins Boot. „Die Initiative ist eine großartige Möglichkeit, sowohl mit den Schulen vor Ort als auch mit unseren Mitarbeiter:innen in Kontakt zu treten. Die Mitarbeiter:innen unserer Produktionsstandorte können Grundschulen nominieren, an denen die Workshops durchgeführt werden – so können wir uns in den Gemeinden in der Nähe unserer Standorte in Polen engagieren“, sagt Dorota Strosznajder, Leiterin Corporate Communications in Polen und Teil des Forscherwelt-Projektteams. „Das Feedback sowohl von den Lehrer:innen als auch von den Kindern ist großartig. Für die Kinder an den Schulen vor Ort sind die Forscherwelt-Workshops oft die erste Begegnung mit tatsächlichen wissenschaftlichen Vorgängen.“ Bisher wurden durch die Forscherwelt-Workshops in Polen mehr als 4.000 Kinder erreicht. Um das Angebot der Initiative zu erweitern, startete im vergangenen Jahr eine Videoreihe, die Forscherwelt-Experimente für Kinder in ganz Polen zugänglich macht.


Russland

Ein Mädchen entdeckt wissenschaftliche Vorgänge in der Forscherwelt in Russland.

In der Forscherwelt in Russland experimentieren Kinder unter Anleitung professioneller Tutor:innen des Moscow State Palace for Youth Creativity.

Mit dem Start im Jahr 2014 war Russland der erste internationale Standort, der an der Henkel-Forscherwelt teilgenommen hat. Durch eine Partnerschaft mit dem Moscow State Palace for Youth Creativity, einem der renommiertesten Bildungszentren des Landes, hat die Forscherwelt-Initiative in Russland Zugang zu einem Labor sowie zu professionellen Tutor:innen, die die Kurse leiten. Bisher haben mehr als 5.500 Kinder am Unterricht im Jugendpalast, in offenen Klassen an Schulen, in den Henkel-Werken oder bei besonderen Veranstaltungen teilgenommen. „Es ist großartig zu sehen, wie die Augen der Kinder leuchten, wenn sie etwas Neues und Interessantes lernen. Und wenn sie mit ihren eigenen Händen Experimente durchführen – da ist die Freude grenzenlos“, sagt Galina Timonina, Corporate Communications Manager bei Henkel und Teil des Forscherwelt-Projektteams in Russland.

Die russischen Forscherwelt-Projekte gelten sowohl intern als auch extern als Vorbild und hinterlassen bei den teilnehmenden Kindern einen nachhaltigen Eindruck: Mehr als 60 Prozent der teilnehmenden Kinder sind für weitere Kurse in die Forscherwelt zurückgekehrt. „Es ist so wichtig, Kinder schon früh an Naturwissenschaften heranzuführen. Mit der Forscherwelt haben wir das Interesse der Kinder für Naturwissenschaften und Ökologie geweckt. Diese neue Generation ist unsere Zukunft“, sagt Natalia Ovakimian, Leiterin Corporate Communications in Russland.

Nordamerika

Ein Junge experimentiert in einem Kurs der Henkel Forscherwelt in Nordamerika.

In Kooperation mit der Mill River Park Collaborative ermöglicht die Forscherwelt in Nordamerika aufgrund der COVID-19 Pandemie auch virtuelle Kurse für Kinder.

2020 wurde die Forscherwelt-Initiative in Nordamerika eingeführt, indem Henkel sich mit zwei lokalen gemeinnützigen Organisationen aus Stamford, USA,  zusammengeschlossen hat. Der Forscherwelt-Lehrplan weckt die Begeisterung für Themen wie Nachhaltigkeit, Konsum, Recycling und vieles mehr. Als sich die COVID-19-Pandemie ausbreitete, wandelte das Team die Kurse in ein Hybrid-Format um. Es gab eine Reihe von virtuellen Kursen über Zoom und zum Abschluss der Woche eine Veranstaltung im Freien in einem Park. „Insgesamt haben wir sieben Forscherwelt-Kurse angeboten. Es war wundervoll zu sehen, wie sich die wissenschaftliche Neugier der Schüler:innen entwickelte, von den Zoom-Kursen bis zur praktischen ‚Labor‘-Erfahrung bei unserer Veranstaltung“, sagt Lee Anne Fernandez, Corporate Communications Manager bei Henkel North America und Teil des Forscherwelt-Projektteams in Stamford. Das Feedback ist durchweg positiv: „Ich wusste nicht, dass Naturwissenschaften so viel Spaß machen können“, sagt einer der Forscherwelt-Teilnehmer aus Stamford.

Dubai

Die Eröffung der Forscherwelt in Dubai.

Die im November 2019 erst eröffnete Forscherwelt in Dubai bietet Kindern im Alter von sieben bis elf Jahren kostenlose Module mit praktischen Experimenten zu Alltagsthemen an.

Im November 2019 eröffnete Henkel sein erstes fest installiertes Forscherwelt Science Lab für Kinder in Dubai. Um die Neugierde von Kindern an der Wissenschaft zu fördern, wurde in Partnerschaft mit der Dubai Municipality's Children's City der weltweit flächenmäßig größte Forscherwelt-Standort in Dubai eingerichtet. Das neue Wissenschaftszentrum ist das erste seiner Art im Nahen Osten. Das Labor ist zugänglich für Kinder und Schulgruppen aus der Umgebung, die dort 45-minütige Module kostenlos besuchen können.

Südkorea

Besonders während der COVID-19 Pandemie sollten die virtuellen Angebote der Forscherwelt in Korea die Kinder zu Hause beim Lernen unterstützen.

In Korea können Kinder mithilfe von unterhaltsamen Videos bei der Forscherwelt mitmachen und Experimente zu Hause nachmachen.

2020 ist Südkorea der Initiative mit einem digitalen Pilotprojekt beigetreten. In einer Reihe von Videos und interaktiven virtuellen Kursen wurden einfache und lustige wissenschaftliche Experimente vorgestellt. Die Experimente sind so aufgebaut, dass sie zu Hause nachgemacht werden können, um so Kinder zur aktiven Teilnahme zu ermutigen. „Kinder von Mitarbeiter:innen und alle Kinder, die sich für unser digitales Forscherwelt-Programm beworben haben, können an den Online-Kursen teilnehmen. Wir haben außerdem 300 Experimentierkästen an Kinder in sozial benachteiligten Familien verschickt. Sie können nun auch zu Hause experimentieren und so spielerisch viel über Naturwissenschaften lernen“, sagt Michelle Kim, Leiterin Corporate Communications Korea. Der digitale Start der Forscherwelt in Korea war besonders hilfreich, als sich die erste Welle der Corona-Pandemie ausbreitete. „Wir wollten, dass die Kinder Spaß haben, während sie von zu Hause aus lernen. Während der Großteil des traditionellen Präsenzunterrichts durch den plötzlichen Ausbruch von COVID-19 nicht mehr möglich war, sollten die Online-Kurse in der Lernkrise helfen.“

Im November organisierten Henkel Korea und die Science Foundation ein eigens kreiertes Online-Programm für das Korean Online Youth Science Festival und luden 500 Kinder zu einer digitalen Forscherwelt-Veranstaltung ein. In Zukunft soll das Forscherwelt-Projekt in Korea in enger Zusammenarbeit mit dem koreanischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie weiter ausgebaut werden.